Printmedien

Printmedien bleiben in bestimmten Kontexten unverzichtbar – etwa auf Veranstaltungen, im direkten Austausch oder als haptisch wirksames Werbemittel – auch wenn ihre Bedeutung im Kommunikationsmix insgesamt abnimmt.

Broschüren DIN A 4 – Print und Web

DIN-A4-Broschüren dienen der informativen und gestalterisch konsistenten Aufbereitung komplexer Inhalte. Sie können sowohl gedruckt als auch als barrierefreies Web-PDF bereitgestellt werden. Für beide Anwendungsformen stehen offene InDesign-Vorlagen zur Verfügung, die eine einfache Weiterbearbeitung ermöglichen. Sämtliche gestalterischen Rahmenbedingungen sind darin verbindlich definiert – darunter Absatz- und Zeichenformate, Schriftgrößen, Zeilenabstände, Spaltenbreiten, Bildgrößen und festgelegte Weißräume. Darüber hinaus enthalten die Vorlagen die Corporate Design-Farben – für Print im CMYK- und für digitale Anwendungen im RGB-Farbraum.

Der Umschlag ist farblich fixiert. Austauschbar sind Titel und Coverfoto. Der Titel muss zweifarbig gestaltet sein – jede Farbe betont einen eigenständigen Sinnabschnitt.
Bei flächigen Farbseiten innerhalb eines Kapitels dürfen alle Primär- und Sekundärfarben verwendet werden.
Die drei verfügbaren Layoutvarianten für Kapiteleinstiege stehen exemplarisch nebeneinander. Innerhalb einer Broschüre ist eine der Varianten verbindlich festzulegen und durchgängig zu verwenden – ein Wechsel zwischen den Varianten ist nicht zulässig.

Gemeinsame Gestaltungsregeln für Print- und Webversionen

  • Umschlaggestaltung: Der Umschlag ist farblich fixiert. Austauschbar sind Titel und Coverfoto. Der Titel muss zweifarbig gestaltet sein – jede Farbe betont einen eigenständigen Sinnabschnitt. Ein einzelnes hervorgehobenes Wort ohne inhaltlichen Bezug ist nicht zulässig.
  • Kapiteleinstiege: Es stehen drei Layoutvarianten zur Verfügung, von denen pro Broschüre nur eine verwendet werden darf. Ein Layout-Mix ist nicht erlaubt. Die Farbhinterlegung in Petrol ist verbindlich.
  • Zweifarbigkeit Headline 1 (H1): Die Zweifarbigkeit ist nur bei klar getrennten Sinnabschnitten zulässig. Sie gilt für Kapiteleinleitungen, H1-Überschriften in Artikeln sowie für petrolfarbene Infokästen.
  • Textabstand Intro: Zwischen der Unterzeile der H1 und dem Introtext ist ein Mindestabstand von 20 mm einzuhalten.
  • Flächige Farbseiten: Bei ganzflächigen Hintergründen dürfen alle Primär- und Sekundärfarben verwendet werden. Headlines sind hier einfarbig auszuführen – gemäß den Regeln zur Typofarbe im Kapitel ‚Basiselemente Farben‘.
  • Strukturfarben: Diese sind ausschließlich für die Hinterlegung von Infografiken und Diagrammen vorgesehen.
  • Biografie-Formatvorlage: Biografische Angaben im Absatzformat „Bio“ haben fest definierte Breiten und dürfen nur über eine Spaltenbreite gehen.
  • Infoboxen: Ihre Breite ist flexibel und richtet sich nach dem Layoutraster. Sie können in Primär- oder Sekundärfarben gestaltet sein.
  • Abgerundete Ecken: Nur Infoboxen erhalten abgerundete Ecken. Fotos und andere Gestaltungselemente werden ohne Rundung verwendet.
  • Bild- und Grafikplatzierung: Illustrationen und Fotos können flexibel positioniert und harmonisch ins Layout eingebunden werden. Infografiken dürfen wahlweise über die gesamte Satzspiegelbreite oder über eine einzelne Spalte laufen.
  • Offene InDesign-Vorlagen stehen für Print- und Webversionen zur Verfügung
  • Alle Gestaltungsparameter (Formate, Farben, Typografie) sind in den Vorlagen integriert
  • Mindestabstand zwischen Artikel-Headline (H1) und Introtext: 20 mm
  • Zweifarbige Headlines: nur bei klar getrennten Sinnabschnitten zulässig

Unterschiede zwischen Print- und Webversion

Print- und Webversionen folgen einem gemeinsamen Gestaltungskonzept, unterscheiden sich jedoch in der Umsetzung deutlich. Printlayouts arbeiten mit bewusst gesetztem Weißraum im Seitenaufbau – etwa durch flexible Abstände zwischen Introtext, Fließtext und Bildern –, was eine offene, luftige Gestaltung ermöglicht. In der Webversion entsteht der Weißraum hingegen durch die einspaltige Textführung, deren Breite zugunsten einer guten Lesbarkeit reduziert ist und nicht den gesamten Inhaltsbereich ausfüllt.

Hier auf die Farben und auf die Luftigkeit zwischen Intro und Fließtext eingehen
Hier ergibt sich die Luftigkeit durch den breiteren Seitenstreifen, wegen optimaler Zeilenlänge. Daher ist der Rest kompakter.

Printspezifische Gestaltungsregeln

  • Drucklayout: Die DIN-A4-Broschüre ist in InDesign als Doppelseiten-Dokument angelegt.
  • Seitenränder: Für den Druck – insbesondere bei umfangreicheren Broschüren – ist der Bundsteg innen breiter als der Außensteg. Die Maße: Kopf- und Außensteg je 16 mm, Bundsteg 22 mm, Fußsteg 26 mm.
  • Seitenelemente: Paginierung und Rubrik befinden sich im Fußsteg unterhalb des Satzspiegels.
  • Positionierung: Die Seitenzahl steht jeweils außen, die Rubrik wird auf der linken Seite der zweiten Doppelseite platziert.
  • Spaltenraster: Standardmäßig wird zweispaltig gesetzt, einzelne Artikel können auch einspaltig gestaltet werden – ein Wechsel ist möglich.
  • Weißraumverteilung: Printlayouts arbeiten mit bewusst gesetztem Weißraum im Seitenaufbau – etwa durch flexible Abstände zwischen Introtext, Fließtext und Bildelementen. So entsteht eine offene, luftige Gestaltung innerhalb des festen Rasters.
Links: Gestaltungsraster mit Satzspiegel für die Printversion, angelegt als Doppelseite mit fest definierten Rändern und zweispaltigem Textlayout. Rechts: Zwei Einzelseiten der Webversion mit angepasstem Raster für einspaltige, lesefreundliche Darstellung

Webspezifische Gestaltungsregeln

  • Layoutstruktur: Die Webversion der Broschüre ist in InDesign als Einzelseiten-Dokument angelegt.
  • Seitenränder: Bund- und Außensteg sind jeweils 16 mm breit; der Kopfsteg beträgt 22 mm, der Fußsteg 26 mm.
  • Positionierung von Paginierung und Rubrik: Die Seitenzahl steht jeweils rechts außen, die Rubrik wird auf jeder Seite links platziert.
  • Spaltenraster: Der Text wird konsequent einspaltig gesetzt. Die Textbreite ist auf rund 70 Zeichen pro Zeile optimiert, um die Lesbarkeit zu verbessern.
  • Weißraumverteilung: Weißraum entsteht durch die schmale Textspalte, die nicht die gesamte Inhaltsbreite ausnutzt – so entsteht optische Ruhe ohne zusätzliche Flächen.

Barrierefreier Aufbau für Webversionen

Die Indesignvorlagen für digitale Broschüren und Flyer wurden nach den grundlegenden Prinzipien barrierefreier Gestaltung erstellt und aufbereitet. In den vorliegenden Dateien wurde eine klare Lesereihenfolge unter Berücksichtigung der Headline-Hierarchie umgesetzt, wodurch eine logische Gliederung der Inhalte gewährleistet wird. Darüber hinaus sind die einzelnen Bestandteile als strukturierte Artikel eingebunden, was für die Erstellung eines korrekt aufgebauten Strukturbaums im barrierefreien PDF von zentraler Bedeutung ist. Dekorative Elemente wurden eindeutig gekennzeichnet, um eine klare Unterscheidung zu den inhaltlich relevanten Informationen zu ermöglichen. Inhaltlich relevante Bilder sind mit Alternativtexten zu versehen, die für Nutzer*innen assistiver Technologien unerlässlich sind.

Für künftige Versionen ist es wichtig, diese Vorgehensweise konsequent fortzuführen, um die Barrierefreiheit durchgängig sicherzustellen. Zusätzlich sollten Infografiken redaktionell beschrieben werden, damit die darin enthaltenen Informationen auch für Personen zugänglich sind, die auf unterstützende Technologien angewiesen sind. Die konsequente und nachvollziehbare Strukturierung aller Inhalte bildet dabei das Fundament für eine barrierefreie und nutzerfreundliche Gestaltung digitaler Medien.

  • Alternativtexte sind für alle inhaltlich relevanten Bilder zu hinterlegen.
  • Infografiken sollten redaktionell im Fließtext beschrieben werden.
  • Die Anordnung aller Elemente muss einer logischen Lesereihenfolge folgen – Grundlage für den korrekten PDF-Strukturbaum.
  • Neue Inhalte sind als strukturierte Artikel anzulegen, um die Barrierefreiheit im PDF zu gewährleisten.

Flyer DIN lang – Print und Web

Die Indesigndatei der Flyervorlage liegt sowohl in einer Druck- als auch in einer Webversion vor. Gestalterisch orientiert er sich eng an den DIN-A4-Broschüren: Die Layoutstruktur, Farbdefinitionen und die Schriftschnitte werden daraus abgeleitet und angepasst. So entsteht ein durchgängiges visuelles Erscheinungsbild.

Gestaltungsregeln

Im Unterschied zur Broschüre sind beim Flyer alle Textrahmen, Infoboxen und Infografiken innerhalb des festgelegten Satzspiegels zu platzieren. Farbflächen und Illustrationen dürfen darüber hinaus auch außerhalb des Satzspiegels angelegt werden, wobei Illustrationen nur dann aus dem Satzspiegel herausragen sollten, wenn es für die visuelle Wirkung notwendig ist. Bilder dürfen bis an den Seitenrand gesetzt werden.

Da ein Flyer nur begrenzten Raum bietet und der Weißraum für eine luftige Gestaltung wesentlich ist, darf optional eine Innenseite vollflächig farbig hinterlegt werden. Im Unterschied zur ‚Broschüre‘ ist hier ausschließlich der Einsatz einer Primärfarbe (Petrol oder Türkis) zulässig.

  • Seitenränder: Kopf-, Bund- und Außensteg sind jeweils 12 mm breit, der Fußsteg 15,5 mm.
  • Farbfläche: Nur eine Innenseite darf vollflächig farbig hinterlegt werden – ausschließlich in Petrol oder Türkis.
  • Bild- und Flächenplatzierung: Bilder, Illustrationen und Farbflächen dürfen optional aus dem Satzspiegel herausragen.
  • Textelemente: Texte, Infografiken und Infoboxen werden innerhalb des Satzspiegels positioniert.
Anders als bei der Print- und Webversion der Broschüre sind die Seitenränder und der Satzspiegel beim Flyer in beiden Varianten identisch.
  • Offene InDesign-Vorlagen stehen für Print- und Webversionen zur Verfügung
  • Die InDesign-Vorlage des Webflyers ist barrierefrei angelegt; Details dazu siehe Kapitel ‚Broschüre‘.
  • Alle Gestaltungsparameter (Formate, Farben, Typografie) sind in den Vorlagen integriert
  • In der Webversion sind alle Seiten gleich breit, in der Printversion ist die eingeklappte Seite schmaler und muss ggf. druckspezifisch angepasst werden.
  • Zweifarbige Headlines: Sie kommen nur auf dem Cover zum Einsatz

Logoplatzierung auf Anzeigen

Innerhalb von Anzeigen sollte das Logo immer zweifarbig (positiv) eingesetzt werden. Sofern das Bild hell genug ist, darf das Logo ohne Hinterlegung auf das Bildmotiv gesetzt werden. Sofern das Bild zu dunkel oder unruhig ist, wird eine weiße Hinterlegung des Logos notwendig.

Für die Platzierung des BMZ Logos ist  eine weiße Hinterlegung in Form eines Labels am unteren rechten Seitenrand vorgesehen. Dabei muss der Schutzraum des BMZ Logos berücksichtigt werden.

Variante 1: Engagement Global Logo innerhalb des Bildes, BMZ Logo als Label, Headline im oberen Drittel des Motivs
Variante 2: Engagement Global Logo mit und ohne weißen Balken im Seitenkopf, BMZ Logo als Label
Variante 3: Headline im unteren Drittel des Motivs
Variante 4: Beispiele mit Headline im unteren Drittel des Motivs, Engagement Global mit und einmal ohne Balken im Kopfbereich